Referentinnen und Referenten 2014

 

DR. HEIKO BERGER
Dr. Heiko Berger studierte von 1989 bis 1993 Museologie und Geschichte in Leipzig. Im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr Dresden arbeitet er seit 1993 als Restaurator und seit 2009 als Museumspädagoge. Er wurde 2004 an der Universität Chemnitz mit dem Thema „Das sächsische Feuerwerkswesen. Seine Entwicklung im landesherrlichen Zeug- und Artilleriewesen von den Anfängen bis zum Jahr 1682“ promoviert. Seine derzeitigen Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte der Herstellung und Nutzung von Feuerwaffen in Mitteldeutschland und deren bevorzugter Lagerungsort, das Hauptzughaus und spätere Arsenal in Dresden. Er ist der Sekretär der Arbeitsgemeinschaft Militärgeschichtlicher Museen und Sammlungen der Bundeswehr.

TULGA BEYERLE MAG. ART.
Tulga Beyerle, geboren 1964, studierte Industrial Design an der Universität für Angewandte Kunst in Wien. Sie kuratierte Ausstellungen für das Museum für Angewandte Kunst in Wien und Köln, für die Biennale ExperimentaDesign in Lissabon und für das Wien Museum. Zuletzt war Beyerle als Direktorin für die Vienna DesignWeek verantwortlich, die sie 2007 gemeinsam mit Lilli Hollein und Thomas Geisler gründete.

LISA BOLZ, M.A.
Lisa Bolz schloss 2013 ihr Studium der Kommunikationswissenschaft an der Université Paris-Sorbonne ab und arbeitet seitdem im Rahmen einer deutsch-französischen Cotutelle an ihrer Dissertation zur Auslandsberichterstattung in der Presse. Seit 2014 ist sie am Deutschen Historischen Institut Paris im Bereich Digital Humanities tätig und dort für Wissenschaftskommunikation via soziale Medien zuständig. Zudem arbeitet sie im Team des Community Managements der wissenschaftlichen Blogplattform de.hypotheses.org.

DR. JENS BOVE
Jens Bove ist Leiter der Deutschen Fotothek an der SLUB in Dresden.

PROF. DR. HORST BREDEKAMP
Horst Bredekamp, geb. 1947, studierte ab 1967 Kunstgeschichte, Archäologie, Philosophie und Soziologie in Kiel, München, Berlin und Marburg. 1974 wurde er in Marburg im Fach Kunstgeschichte promoviert und nahm noch im selben Jahr ein Volontariat am Liebieghaus in Frankfurt a.M. an. 1976 wechselte er an das Kunstgeschichtliche Seminar der Universität Hamburg, wo er ab 1982 die Professur für Kunstgeschichte übernahm. 1993 erhielt er einen Ruf an die Humboldt-Universität zu Berlin, wo er bis heute den Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte innehat. Zwischen 2003 und 2012 war er Permanent Fellow des Wissenschaftskollegs zu Berlin. Gastaufenthalte führten ihn an das Institute for Advanced Study, Princeton(1991), das Getty Center, Los Angeles (1995 und 1998) und an das Collegium Budapest (1999). Seit 1995 ist Bredekamp Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, seit 2004 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina in Halle. Publikationen u.a. „Antikensehnsucht und Maschinenglauben: Die Geschichte der Kunstkammer und die Zukunft der Kunstgeschichte“ (Wagenbach 2003); „Theorie des Bildaktes“ (Suhrkamp 2010), und „Der schwimmende Souverän. Karl der Große und die Bildpolitik des Körpers“ (Wagenbach 2014).

PROF. DR. THOMAS BÜRGER
Thomas Bürger studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Seine Ausbildung zum Höheren Bibliotheksdienst absolvierte er 1984/85 in Wolfenbüttel, Braunschweig, Berlin und Köln. 1990 promovierte er mit der Arbeit „Aufklärung in Zürich. Das literarische Leben der Stadt im Spiegel der Verlagsproduktion von Orell, Geßner, Füßli&Comp“ 1998 trat er die Stelle des stellvertretenden Generaldirektors an der SLUB an. Seit 2003 ist er deren Generaldirektor. Im Jahr 2009 wurde Bürger zum Honorarprofessor an der Fakultät Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften der TU Dresden ernannt. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Medien- und Bibliotheksgeschichte. Bürger ist Mitglied verschiedener Wirtschaftsgremien und Mitherausgeber der Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie.

VLADIMIR ČAJKOVAC, M.A.
Vladimir Čajkovac, geb. 1981, leitet seit April 2013 das Forschungsprojekt „AIDS als globales Medienereignis. Plakate und ihre Bildsprache im internationalen Vergleich“ im Deutschen Hygiene-Museum Dresden als Fellow im Rahmen des Programms „Internationales Museum“ der Kulturstiftung des Bundes. Basierend auf den Forschungsergebnissen kuratiert er die Ausstellung „Kontrollraum [AIDS]. Das Verhandeln von Intimität“, die im Sommer 2015 im Deutschen Hygiene-Museum Dresden zu sehen sein wird. 2008 bis 2012 war er Kurator am Museum für zeitgenössische Kunst in Zagreb (MSU Zagreb, Kroatien).

DR. ÖZKAN EZLI
Özkan Ezli, geb. 1975, ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“ der Universität Konstanz. Er studierte Neuere Deutsche Literaturgeschichte, Soziologie und Islamwissenschaft. Seine Forschungsschwerpunkte sind u.a.: Westeuropäische, Deutsch-Türkische, Türkische und Arabische Literaturen, Kulturtheorie sowie Kultursoziologie. Er wurde 2008 an der Universität Tübingen in Germanistik promoviert. Seit 2008 forscht Ezli im Exzellenzcluster zum Narrativ der Migration und Integration in der deutsch-türkischen Literatur, im Film und in der Religion in Deutschland. Neben beratender Tätigkeiten für das Goethe-Institut und der Stadt Konstanz in Fragen zu Migration und Integration war er zwischen den 2011 bis 2014 beratend und kuratorisch für die Sonderausstellung „Das neue Deutschland. Von Migration und Vielfalt“ des Deutschen Hygiene-Museums Dresden tätig. Zuletzt erschienen „Grenzen der Kultur. Autobiographien und Reisebeschreibungen zwischen Orient und Okzident“ (Konstanz 2012); „Die Integrationsdebatte zwischen Assimilation und Diversität“ (Bielefeld 2013) und „Das neue Deutschland. Von Migration und Vielfalt“ (Konstanz 2014).

PROF. DR. HARTWIG FISCHER
Hartwig Fischer wuchs in Hamburg und den USA auf. Er studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Archäologie in Bonn, Berlin, Rom und Paris. Ab 1993 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kunstmuseum Basel und von 2001 bis 2006 Konservator für die Kunst des 19. Jahrhunderts und der Klassischen Moderne. Von Februar 2006 bis April 2012 war er Direktor des Museum Folkwang in Essen. Seit Mai 2012 ist er Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

LAMBERT HELLER M.A.
Lambert Heller (@lambo) leitet das Open Science Lab der Technischen Informationsbibliothek (TIB) in Hannover. Dort entwickelt er Konzepte und Kampagnen. Er ist Bibliothekar und Sozialwissenschaftler, Dozent und Autor zu den Themen Open Access, Open Knowledge Production, Reference Management und Research Information Management.

ANDREAS HÖLL, M.A.
Andreas Höll, geboren 1963, studierte ev. Theologie (Grundstudium), Allgemeine Rhetorik (Magisterexamen bei Walter Jens), Germanistik und Kulturwissenschaften an der Universität Tübingen und der Stanford University/Kalifornien. Lektoratsvolontariat beim Ammann Verlag in Zürich und Redaktionsvolonariat bei RIAS Berlin. Seit 1994 ist er Redakteur für bildende Kunst beim Kulturradio des Mitteldeutschen Rundfunks. Als freier Publizist arbeitete Andreas Höll unter anderem für die Süddeutsche Zeitung und Die Zeit und verfasste zahlreiche Katalogtexte zur zeitgenössischen Kunst. Zu seinen Buchveröffentlichungen zählen u.a. die kulturgeschichtliche Publikation „Halbzeiten für die Ewigkeit“ sowie der Katalog zur Schau „Ballkünstler“, die er für das Leipziger Museum der bildenden Künste kuratierte.

DR. SUSANNE ILLMER
Susanne Illmer, geb. 1975, studierte bis 1999 Germanistik, Literaturwissenschaften und Geschichte an der TU Dresden, danach war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neuere Deutsche Literatur und wurde dort 2007 promoviert. Im Anschluss war Illmer als freie Mitarbeiterin am DHMD tätig, bevor sie zwischen 2009 und 2011 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Projekt „Realistische Anthropologie. Konstellationen zwischen realistischer Prosa und der Wissenschaft vom Menschen“ an der TU Dresden wurde. Seit 2011 ist Illmer Leiterin der Abteilung Wissenschaft und Veranstaltungen am Deutschen Hygiene-Museum Dresden.

PROF. NICOLA LEPP
Nicola Lepp, geb. 1962, ist Kulturwissenschaftlerin und Ausstellungsmacherin. Sie entwickelt Themenausstellungen an der Schnittstelle von Wissenschaft, Kunst und Kulturgeschichte und arbeitet an alternativen Formen des Ausstellens und Kuratierens. Von 2001 bis 2007 lehrte sie als stellvertretende Professorin im Studiengang Kulturarbeit an der Fachhochschule Potsdam zur Kulturgeschichte und Kulturtheorie der Moderne sowie zur Museumsund Ausstellungstheorie, darüber hinaus hatte Lepp diverse Lehraufträge. Ausstellungen u.a.: „GRIMMWELT“ (Kassel 2015); „Museum der Gefäße“, (Berlin 2013); „Leserstimmen“ im Rahmen der Ausstellung „Wie stellt man Literatur aus? 7 Positionen zu Goethes Wilhelm Meister.“ (Frankfurt a.M., 2010); „Arbeit. Sinn und Sorge“ (Dresden 2009); „PSYCHOanalyse. Sigmund Freud zum 150. Geburtstag“ (Berlin 2006). Ausstellungsregie u.a.: „Wunder. Kunst, Wissenschaft, Religion, Alltag“ (Hamburg 2011); „100 Jahre Max Frisch“ (Zürich 2011, Berlin 2012) und „10+5=Gott. Die Macht der Zeichen“ (Berlin 2004); „Der Neue Mensch. Obsessionen des 20. Jahrhunderts“ (Dresden 1999). Vorträge und Publikationen zur Geschichte und Theorie der Dinge sowie zur Ausstellungstheorie und -praxis.

VIA LEWANDOWSKY
Via Lewandowsky, geb. 1963, studierte von 1982 bis 1987 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Zwischen 1985 und 1989 veranstaltete er dort mit der Avantgardegruppe der „Autoperforationsartisten“ subversive Performances, die den offiziellen Kunstbetrieb der DDR unterliefen. 1989 verließ er kurz vor der Wende die DDR und zog nach Westberlin. Er reist viel und hatte diverse längere Aufenthalte im Ausland u. a. in New York, in Rom, in Peking und in Kanada. Er lebt in Berlin.
Via Lewandowsky arbeitet mit wechselnden künstlerischen Medien. Am bekanntesten sind seine skulptural-installativen Arbeiten und seine Ausstellungsszenografien mit architektonischen Einflüssen (z. B. „Gehirn und Denken: Kosmos im Kopf“, Deutsches Hygiene-Museum Dresden, 2000). Bereits seit den 1990er Jahren integriert er immer wieder Soundartelemente in sein Werk, dieser klangkünstlerische Aspekt bekommt in den späteren Arbeiten, oft in Kombination mit performativen Anleihen, zunehmend mehr Gewicht (z. B. „Oh tu nove verde“, 2011; „Applaus“, 2008).

PROF. DR. GILBERT LUPFER
Gilbert Lupfer, geb. 1955, studierte Kunstgeschichte, Geschichte, empirische Kulturwissenschaften und Romanistik in Tübingen und Berlin. Seit 2008 ist er Leiter des Provenienzforschungs-, Erfassungs- und Inventurprojekts DAPHNE der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. In diesem Zusammenhang ist er seit 2011 Mitglied des Beirats der Berliner Arbeitsstelle für Provenienzforschung und seit 2012 Vorsitzender des Fachbeirats der Koordinierungsstelle Magdeburg (Einrichtung für Kulturgutdokumentation und Kulturgutverluste). Seit 2007 ist er außerdem apl. Professor für Kunstgeschichte am Institut für Kunst- und Musikwissenschaft der TU Dresden, seit 2013 leitet er die neu eingerichtete Abteilung für Forschung und wissenschaftliche Kooperation der SKD.

DR. EVA MEYER-HERMANN
Die Kunsthistorikerin Eva Meyer-Hermann, geb. 1962, ist seit über 20 Jahren für Museen und Sammlungen im In- und Ausland tätig. Seit 2005 ist sie freiberufliche Ausstellungsmacherin und Autorin und hat 2011 ihr Büro cakesmeyer in Berlin eröffnet. Seit den 1990er Jahren konzipiert sie sowohl thematische als auch monografische Ausstellungen zur internationalen zeitgenössischen Kunst. Ihre kuratorische Tätigkeit wurde insbesondere in den Niederlanden mit renommierten Preisen ausgezeichnet. Für Meyer-Hermann stehen Aspekte von Forschung und Vermittlung im Zentrum. Inhalte werden nicht banalisiert, sondern in spezifische, räumliche und sprachliche Strukturen übersetzt, die auch ein breites Publikum willkommen heißen. Neben dem aktuellen Projekt für das Deutsche Hygiene-Museum Dresden „Blicke ! Körper ! Sensationen ! Das Dresdner Wachskabinett und die Kunst“ (Dresden 2014) erarbeitet sie zur Zeit eine Ausstellung über Homosexualität_en, die 2015 zeitgleich im Schwulen Museum und im Deutschen Historischen Museum in Berlin gezeigt wird.

PROF. DR. URSULA RAO
Ursula Rao ist Professorin für Ethnologie und Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Ethnologie an der Universität Leipzig. Zuvor lehrte und forschte sie an der Universität Heidelberg, der Universität Halle und University of New South Wales (Sydney). Sie hat zu den Themen Hinduismus, Ritualtheorie und Medienethnologie publiziert und beschäftigt sich derzeit mit Veränderungen in der Beziehung zwischen Bürgern und Staat im sich globalisierenden Indien. Die jüngsten Arbeiten thematisieren im Besonderen auch Fragen nach der Bedeutung des Körpers und der Sinne für die Vermittlung kultureller, politischer und ästhetischer Erfahrungen.

PROF. DR. KARL-SIEGBERT REHBERG
Karl-Siegbert Rehberg, geb. 1943, arbeitete als Buchhändler, Lokaljournalist und Abgeordnetenassistent im Deutschen Bundestag, bevor er 1968 das Studium der Soziologie und Politologie an der Universität zu Köln und an der RWTH Aachen aufnahm. 1973 promovierte er unter Arnhold Gehlen und arbeitete fortan in Aachen als Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Hochschullehrer. Seit 1992 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Soziologische Theorie, Theoriegeschichte und Kultursoziologie an der TU Dresden, seit 2009 als Seniorprofessor, und war 2003 bis 2007 Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. Er nahm zahlreiche Gastprofessuren wahr (u.a. in Leiden, Rom, Paris und Trient) und wurde 2011 mit dem Wissenschaftspreis der Aby-Warburg-Stiftung sowie dem „Ordre des Palmes Académiques“ ausgezeichnet. Seine institutionentheoretische Perspektive diente unter anderem dem Sonderforschungsbereich 537 „Institutionalität und Geschichtlichkeit“ sowie dem Sonderforschungsbereich 804 „Transzendenz und Gemeinsinn“ als Grundlage und bestimmt auch seine kunstsoziologischen Forschungen.

SUSANNE ROESSIGER, M.A.
Susanne Roeßiger, geb. 1961, studierte bis 1988 Kultur- und Kunstwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin. Zwischen 1988 und 1991 war sie im Museumsbereich tätig, u.a. als stellvertretende Leiterin der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen. Seit 1991 ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Deutschen Hygiene-Museums Dresden in der Funktion als Leiterin der Abteilung Sammlung; dabei realisierte sie verschiedene Projekte, u.a.: bis 2010 das Projekt „Wachsmoulagen. Wertvolles Kunsthandwerk vom Aussterben bedroht“, seit August 2013 das Teilprojekt „Schnittstelle Mensch. Artefakte zur Prothetik im Deutschen Hygiene-Museum“ im BMBF-Programm „Die Sprache der Objekte“. Außerdem ist sie Mitautorin der vom Deutschen Museumsbund 2013 herausgegebenen „Empfehlungen zum Umgang mit menschlichen Überresten in Museen und Sammlungen“. Publikationen u.a.: „Referenzobjekte der Jetztzeit. 2000 – 2010. Ein Projekt des Deutschen Hygiene-Museums zum Sammeln in der Gegenwart.“ In: Elpers, Sophie/Palm, Anna (Hg.): Die Musealisierung der Gegenwart. Von Grenzen und Chancen des Sammelns in kulturhistorischen Museen (Bielefeld 2014).

OBERST PROF. DR. MATTHIAS ROGG
Matthias Rogg, geb. 1963, ist Oberst der Bundeswehr und Historiker. Von 1983 bis 1989 Ausbildung zum Truppenoffizier, anschließend Truppen- und Stabsverwendungen beim Panzerbataillon 543 (Hermeskeil). Danach studierte er Neuere und Neueste Geschichte, Kunstgeschichte und Mittlere Geschichte in Freiburg im Breisgau. 1998 wurde Rogg mit einer Arbeit über die Bildliche Darstellung von Kriegsleuten im 16. Jahrhundert promoviert. Zwischen 1999 und 2008 war er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Militärgeschichtlichen Forschungsamt (MGFA) in Potsdam tätig. 2008 wechselte er in das Bundesministerium für Verteidigung. Im gleichen Jahr habilitierte er sich mit einer Arbeit über Militär und Gesellschaft in der DDR und erhielt die Venia Legendi für das Fach Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Potsdam. Bevor Rogg im Juni 2010 zum Direktor des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr in Dresden ernannt wurde, leitete er den Bereich für historische Bildung im MGFA. Seit 2013 ist Rogg außerdem Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr Hamburg.

DR. CAROLA RUPPRECHT
Seit 2012 ist Carola Rupprecht, geb. 1973, Leiterin der Abteilung Bildung und Vermittlung im Deutschen Hygiene-Museum Dresden. 2010 bis 2012 war sie Mitarbeiterin im Modellprojekt „Kulturelle Bildung – Lernen im Museum“ am selben Haus. 2007 bis 2010 war sie Projektleiterin des Programms „LernStadtMuseum in Sachsen – Schüler entdecken Museen“ am Sächsischen Staatsministerium für Kultus. Nach dem Studium der Germanistik, Romanistik und Deutsch als Fremdsprache an der Freien Universität Berlin sowie der Humboldt-Universität zu Berlin, promovierte sie zum Thema „Fremdsprachendidaktik und Museumspädagogik. Empirische Untersuchungen am Beispiel von Kunstmuseen“ an der Freien Universität Berlin. Ihre Dissertation wurde mit dem Arnold-Vogt-Preis für Museumspädagogik der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig ausgezeichnet. Von 1998 bis 2007 leitete Rupprecht verschiedene Projekte und Seminare im Bereich Museumspädagogik und Kunstvermittlung u.a. für den Besucherdienst der Staatlichen Museen zu Berlin, den Museumspädagogischen Dienst Berlin, den Verein der Freunde der Nationalgalerie, die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten sowie das Goethe-Institut Berlin.

DR. BIRGIT SCHEPS-BRETSCHNEIDER
Birgit Scheps-Bretschneider, geb. 1959, studierte von 1981 bis 1986 Ethnologie und Geschichte in Leipzig. Ab 1986 war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin für Australien/Ozeanien am Museum für Völkerkunde zu Leipzig, 1986 Visiting Fellow an der Research School of Pacific Studies an der Australian National University in Canberra. 2004 wurde sie promoviert und ist seit demselben Jahr Kustos für Australien/Ozeanien der Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsen. Feldforschungen zu Tradition, Oral History und Kulturwandel führten sie nach Australien und Neuseeland. Hinzu kommen Forschungen zur Kolonialgeschichte von Ozeanien, besonders Samoa, sowie zahlreiche Publikationen („Das verkaufte Museum“, Hamburg 2005). Als Kuratorin gestaltete sie zwei Australien-Dauerausstellungen und zahlreiche Sonderausstellungen zu Themen der Ethnologie und zeitgenössischer indigener Kunst Australiens. Seit November 2013 ist sie Kommissarische Direktorin der Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsen.

GISELA STAUPE, M.A.
Gisela Staupe studierte Geschichte, Kunstgeschichte und Germanistik in Münster und Berlin. Sie war bis 1999 als Kuratorin tätig, u. a. „Anna Louise Karschin – Dichterin für Liebe, Brot und Vaterland“ (Berlin 1991); „Unter anderen Umständen. Zur Geschichte der Abtreibung“ (Dresden 1993); „Die Pille – Von der Lust und von der Liebe“ (Dresden 1996); „Der (im-)perfekte Mensch. Vom Recht auf Unvollkommenheit“ (Berlin 2002); „Das neue Deutschland. Von Migration und Vielfalt“ (Dresden 2014). Seit 1999 ist Staupe stellvertretende Direktorin sowie Museums- und Ausstellungsleiterin des Deutschen Hygiene-Museums Dresden. Ab 2009 nahm sie Lehrtätigkeiten an verschiedenen Hochschulen auf. Publikationen u.a.: „Das Museum als Lern- und Erfahrungsraum. Grundlagen und Praxisbeispiele“ (Köln 2012); „Das neue Deutschland. Von Migration und Vielfalt. Ein Lesebuch.“ (Konstanz 2014).

AVGI STILIDIS, M.A.
Avgi Stilidis studierte Geschichte und Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin. Sie war Volontärin am Deutschen Technikmuseum Berlin in der Abteilung Bildung. Von 2006 bis 2008 war sie freie Mitarbeiterin in der Projektgruppe zur Neukonzeption des Militärhistorischen Museums und kuratierte u.a. den Ausstellungsbereich „Krieg und Spiel“. Seit 2008 ist sie Leiterin der Abteilung Museumspädagogik im MHM.

PROF. DR. DIRK SYNDRAM
Dirk Syndram, geb. 1955, studierte Kunstgeschichte, Ägyptologie und klassische Archäologie an der Universität Hamburg, Forschungsaufenthalte führten ihn dabei nach London und Paris. 1985 wurde er promoviert und war von 1986 bis 1987 Wissenschaftlicher Museumsassistent in Fortbildung bei den Staatlichen Museen zu Berlin (Kunstbibliothek, Kunstgewerbemuseum, Neue Nationalgalerie). Von 1987 bis 1992 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Kunsthalle Bielefeld, dann stellvertretender Amtsleiter des Historischen Museums Bielefeld und betraut mit der Leitung der Kunstgewerbesammlung der Stadt Bielefeld / Stiftung Huelsmann. Seit 1993 ist er Direktor des Grünen Gewölbes der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, seit 2002 Schlossdirektor, seit 2006 auch Direktor der Rüstkammer. 2003 wurde er zum Honorarprofessor für Kunstgeschichte an der TU Dresden berufen.

DR. DANIEL TYRADELLIS
Daniel Tyradellis, geb. 1969, Philosoph und Kurator, war langjähriges Mitglied des DFG-Graduiertenkollegs „Codierung von Gewalt immedialen Wandel“ an der Humboldt-Universität zu Berlin und wurde 2003 bei Friedrich Kittler mit einer Arbeit zu Phänomenologie und Mathematikgeschichte promoviert. 2004 erhielt er den Humboldt-Preis. In seinen der Immanenzphilosophie verbundenen Forschungen setzt er sich mit den unterschiedlichen Denkweisen von Kunst, Wissenschaft und Philosophie auseinander. Ausstellungen begreift er als mitteilendes Denken im Raum. Ausstellungen u.a.: „10+5=Gott“ (Berlin 2004); „Schmerz“ (Berlin 2007); „Wunder“ (Hamburg, 2011/12); „MS Reichtum“ (Dresden 2013). Jüngste Publikationen: „Was heißt uns Denken?“ (gem. m. Jean-Luc Nancy, Zürich/ Berlin 2013); „Müde Museen. Wie Ausstellungen unser Denken verändern könnten“ (Hamburg 2014).

PROF. DR. WOLFGANG ULLRICH
Wolfgang Ullrich, geb. 1967, studierte Philosophie, Kunstgeschichte, Wissenschaftstheorie und Germanistik. 1994 wurde er mit einer Arbeit über das Spätwerk Martin Heideggers promoviert. 1992 erhielt er den Eike-Schmidt-Preis für Essayistik. Lehraufträge führten ihn an die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg, die Universität Halle, die Universität Hamburg, das Mozarteum Salzburg, die Hochschule für Gestaltung Karlsruhe und die Universität St. Gallen. Von 1997 bis 2003 war er Dozent am Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Akademie der Bildenden Künste in München. Es folgten Gastprofessuren in Hamburg und Karlsruhe. 2006 übernahm er die Professur für Kunstwissenschaft und Medientheorie an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. Publikationen u.a.: „Mit dem Rücken zur Kunst. Die neuen Statussymbole der Macht“ (Wagenbach 2000); „Die Geschichte der Unschärfe“ (Wagenbach 2002); „Habenwollen: Wie funktioniert die Konsumgesellschaft?“ (Fischer 2007) und „Des Geistes Gegenwart. Eine Wissenschaftspoetik“ (Wagenbach 2014).

WOLF UNTERBERGER, DIPL.-BIOL.
Wolf Unterberger, geb. 1969, ist Biologe, studierte Journalistik und wirkt seit 2001 als Kurator, Koordinator und Wissenschaftlicher Mitarbeiter an Ausstellungen zu wissenschaftlichen Themen mit. Ausstellungsprojekte u.a.: „Evolution, Wege des Lebens“ (DHMD 2006); „Kino im Kopf“ (Deutsche Kinemathek, Museum für Film und Fernsehen, Berlin, 2006); „2º. Das Wetter, der Mensch und sein Klima!“ (DHMD 2008); Dauerausstellung des Staatlichen Museums für Archäologie (Chemnitz 2014) und „Das neue Deutschland. Von Migration und Vielfalt“ (DHMD 2014).

PROF. KLAUS VOGEL
Klaus Vogel, geb. 1956, ist Direktor des Deutschen Hygiene-Museums Dresden. Nach seinem Studium der Empirischen Kulturwissenschaft und der Erziehungswissenschaft war er als Freiberufler in verschiedenen Museen tätig. Nach einer Position im Verbandsmanagement wechselte Klaus Vogel 1991 an das Deutsche Hygiene-Museum, zuerst als Ausstellungsleiter, dann als Direktor. Das Museum profilierte sich seit der deutschen Wiedervereinigung durch seine großen Sonderausstellungen, aber auch durch seine seit 2005 fertiggestellte neue Dauerausstellung sowie ein breites Programmwissenschaftlicher und kultureller Veranstaltungen. Seit 2007 ist Klaus Vogel als Honorarprofessor an der Hochschule für Bildende Künste Dresden tätig. Seit 2012 ist er Mitglied im Sächsischen Kultursenat. Weiterhin ist er Mitglied in verschiedenen wissenschaftlichen Beiräten und Kuratorien (Auswahl): Stiftung Schlesisches Museum zu Görlitz, Stiftung Sächsische Gedenkstätten, Stiftung Landesmuseum für Technik und Arbeit Mannheim, Dresdner Stiftung Kunst und Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik Dresden.

PROF. DR. HANS VORLÄNDER
Hans Vorländer, geb. 1955, studierte Politische Wissenschaft und Rechtswissenschaften an den Universitäten Bonn und Genf. Er wurde 1980 an der Universität Bonn mit der Arbeit „Verfassung und Konsens“ (Berlin 1981) promoviert. 1984/85 war er John F. Kennedy Memorial Fellow sowie 1986/87 Research Associate an der Harvard University, Cambridge, USA. Die Habilitation erfolgte 1991 („Hegemonialer Liberalismus“, Frankfurt/M. 1997). Seit 1993 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Politische Theorie und Ideengeschichte an der TU Dresden. 1997 war er Gründungsmitglied und seit 2000 stellvertretender Sprecher des Sonderforschungsbereichs 537 „Institutionalität und Geschichtlichkeit“. Von 2000 bis 2009 war er Projektleiter am Europäischen Graduiertenkolleg 625 an der TU Dresden und der École Pratique des Hautes Études (EPHE), Paris. 2002 und 2006 war Vorländer Gastprofessor an der EPHE in Paris, 2010 an UNAM und ITAM in Mexico City. Er war Gründer und Sprecher des SFB 804 „Transzendenz und Gemeinsinn“ (2009-2014) und ist Leiter der Dresden Summer School 2014.

SILKE WAGLER, M.A.
Silke Wagler, 1974 in Dresden geboren, studierte von 1993 bis 2001 Kunst-geschichte, Geschichte und Kommunikationswissenschaften in Dresden, Florenz und London. 2001 bis 2003 absolvierte sie eine Ausbildung zur Kulturmanagerin (VWA) und arbeitete 2007 im Rahmen eines Wissenschaftleraustauschs am Nationalmuseum Krakau. Seit 2003 leitet sie den Kunstfonds des Freistaates Sachsen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und betreut die umfangreichen Sammlungsbestände aus der Zeit der DDR und der zeitgenössischen Kunst. Sie ist verantwortlich für die Konzeption und Organisation von Ausstellungs-, Ausstattungs- und Publikationsvorhaben sowie als Jurymitglied in Kunst-am-Bau-Wettbewerben tätig. Ihre Ausstellungstätigkeit und wissenschaftliche Arbeit ist der Kunst nach 1945 gewidmet und schließt Vorträge und Publikationen u.a. zur Sammlung des Kunstfonds, zur zeitgenössischen Kunst, zur Kunst der DDR sowie zum Umgang mit Kunst im öffentlichen Raum ein.

JENS WEHNER, M.A.
Jens Wehner studierte Neuere und Neueste Geschichte, Mittelalterliche Geschichte, Technikgeschichte und Geographie an der TU Dresden. Er promoviert in Mainz zu dem Thema: „Technik können Sie von Taktik nicht trennen – Zur Technikkultur der deutschen Jagdwaffe, 1935-1945“. Von 2006 bis 2011 war er Freier Kurator für die Dauerausstellung im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr in Dresden. Seit 2011 ist er dort Sachgebietsleiter Bildgut. 2012 und 2013 war er leitender Kurator der Sonderausstellung „Stalingrad“.

DR. ANNIKA WELLMANN-STÜHRING
Annika Wellmann-Stühring, geb. 1979, studierte Geschichte, Politikwissenschaft und Englische Literatur- und Kulturwissenschaft in Hannover und Liverpool. 2009 wurde sie an der Universität Zürich mit einer Arbeit zur medialen Sexualberatung im späten 20. Jahrhundert promoviert. Auf ein Postdoktorat an der Universität Bielefeld folgte ein Wissenschaftliches Volontariat am Historischen Museum Hannover. Seit 2013 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Verbundprojekt „Anthropofakte. Schnittstelle Mensch“ am Deutschen Hygiene-Museum Dresden. Ihre Forschungsinteressen liegen in der Sexualitäts- und Körpergeschichte, Medien- und Wissensgeschichte sowie der Geschichte und Theorie des Sammelns und Archivierens.

PROF. DR. LAMBERT WIESING
Lambert Wiesing, geb. 1963, studierte Philosophie, Kunstgeschichte und Klassische Archäologie an der Universität Münster, wo er 1989 promoviert wurde und von 1990 bis 1992 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig war. 1992/93 übernahm er die Vertretung einer Professur für Philosophie an der Universität Bamberg. 1996 erfolgte die Habilitation in Philosophie an der Technischen Universität Chemnitz, wo er auch als Privatdozent tätig war. 1996 bis 1999 vertrat er mehrere Professuren an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, an der er 2001 den Lehrstuhl für Vergleichende Bildtheorie übernahm. Von 2005 bis 2008 war er Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ästhetik. 2013 war Wiesing Leverhulme Visiting Professor an der Universität Oxford. Publikationen u.a.: „Sehen lassen: Die Praxis des Zeigens“ (Frankfurt a.M. 2013); „Das Mich der Wahrnehmung. Eine Autopsie” (Frankfurt a.M. 2009); „Artifizielle Präsenz. Studien zur Philosophie des Bildes“ (Frankfurt a.M. 2005) und die Herausgabe von „Philosophie der Wahrnehmung: Modelle und Reflexionen“ (Frankfurt a.M. 2002).

CHRISTOPH WINGENDER M.A.
Christoph Wingender, geb. 1959, studierte Germanistik, Philosophie und Erziehungswissenschaften an der Universität Köln und der Freien Universität Berlin. Nach dem Studium war er freiberuflich imMedien- und Kulturbereich tätig. Am Deutschen Hygiene-Museum Dresden war er u.a. als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Ausstellungen „Homöopathie 1769 - 1996. Eine Heilkunde und ihre Geschichte“ beteiligt, sowie an „Alt & Jung. Das Abenteuer der Generationen“. Außerdem hat er verschiedene Lehraufträge im Studiengang „Kultur und Management“ der Dresden International University. Seit 1998 ist Wingender Pressesprecher und Leiter der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Hygiene-Museums Dresden.

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