Ausschreibung

Bewerbungsschluss:

21.05.2018

Fachrichtungen:

Archiv-, Bibliotheks-, Informations- und Dokumentationswesen, Ethnologie, Germanistik, Geschichte, Kunstgeschichte, Kulturwissenschaften, Medienwissenschaft, Museologie, Philosophie, Politikwissenschaft, Psychologie, Soziologie und verwandte Fächer

Teilnehmerkreis:

Eingeladen zur Bewerbung sind NachwuchswissenschaftlerInnen (v.a. Promovierende, Post-Docs) der einschlägigen Fachrichtungen sowie junge Museums-, Archiv- und Bibliotheksfachleute.

Beschreibung:

Der Begriff der Identität steht heute im Zentrum gesellschaftlicher Debatten und politischer Polarisierungen. Wo die einen Identität als ein offenes Konstrukt beschreiben, das auf globale Kontexte und kosmopolitische Einstellungen verweist, sehen andere den Begriff eher mit dem Lokalen, Ursprünglichen, dem Eigenen, kurzum mit Vorstellungen verbunden, die einer wie immer gearteten „Heimat“ zugehören. Wie aber kann Identität in einer global vernetzten Welt so verstanden werden, dass sie den damit verbundenen Spannungen gerecht wird? Und wie können Institutionen aus Kunst und Kultur in ihrer Funktion als Bewahrer von materiellen Zeugnissen auf die gegenwärtigen Herausforderungen reagieren? Was für ein Identitätsverständnis prägt sie und welche Identitätsangebote machen sie?

Museen, Archive und Bibliotheken verfügen häufig über traditionsreiche Sammlungen weltweiter Provenienz und über internationale Netzwerke, die sie mit ganz unterschiedlichen Sichtweisen auf ihre Bestände konfrontieren. Gleichzeitig wirken sie als Wahrer von kulturellem Erbe im regionalen Kontext identitätsstiftend und sind oft Kulminationspunkte von Prozessen der Selbstvergewisserung und der Suche nach Zugehörigkeit. Die Spannung zwischen Lokalem und Globalem tragen sie damit von Anfang an in sich; die zwischen diesen beiden Polen verlaufende gesellschaftliche Konfliktlinie berührt sie unmittelbar.

Die Henry Arnhold Dresden Summer School 2018 möchte mit ihrem zehntägigen Programm der Frage nachgehen, welche Positionen Sammlungs- und Gedächtnisinstitutionen in den Diskursen um Identität in der globalen Welt einnehmen können. Wie begegnen sie den Herausforderungen, die in diesem Zusammenhang an sie gestellt werden? Inwiefern verstehen sie sich aktiv als Stifter von Identität und, wenn ja, wie wäre eine solche beschaffen? Welche neuen Konzepte gibt es zwischen einer Weltkultur und einer Kultur der Welten? Welche Bedeutung hat die Frage der eigenen Identität der Institutionen beim Umgang mit der Provenienz der eigenen Sammlung?

Bei der Suche nach möglichen Antworten wird sich die Henry Arnhold Dresden Summer School 2018 mit exemplarischen Bereichen beschäftigen, die entlang aktueller Arbeitsschwerpunkte der beteiligten Institutionen entwickelt werden. So sollen Fragen von Identität und Abgrenzung etwa vor dem Hintergrund der Ausstellung „Rassismus. Die Erfindung von Menschenrassen“ des Deutschen Hygiene-Museums diskutiert werden. Die Ethnologischen Museen als Teil der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden bieten die Möglichkeit der Auseinandersetzung mit einer am Globalen orientierten Sicht auf Identität. Das Verhältnis von Identität und Erinnerung wird aus Sicht der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden diskutiert. Schließlich bildet die Ausstellung „Gewalt und Geschlecht. Männlicher Krieg – weiblicher Frieden?“ des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr den Hintergrund für Fragen der individuellen Herausbildung von Identität.

Als gemeinsames Projekt der Technischen Universität Dresden, des Deutschen Hygiene-Museums Dresden, des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr, der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden und der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden bietet die Henry Arnhold Dresden Summer School 2018 die einzigartige Möglichkeit, theoretische wie praktische Konzepte gleichermaßen in den Blick zu nehmen. Dabei werden in einzelnen Ausstellungsbesuchen und interdisziplinären Workshops konkrete Fragestellungen diskutiert und Handlungsvorschläge erarbeitet. Das Programm bietet darüber hinaus die Möglichkeit zur vertieften Auseinandersetzung mit den beteiligten Institutionen und ihren VertreterInnen sowie zu intensiven Diskussionen mit renommierten ExpertInnen und WissenschaftlerInnen.

Modalitäten:

Die Teilnahmegebühr beträgt 200 € pro Person. Kosten für Anreise, Unterkunft und Verpflegung werden übernommen.

Arbeitssprache ist überwiegend Deutsch, einzelne Programmteile und Diskussionen können in englischer Sprache stattfinden. Internationale InteressentInnen sind ausdrücklich zur Bewerbung eingeladen. Sie sollten in der Lage sein, Vorträgen in deutscher Sprache zu folgen.

Die Summer School wird von einem Blog (http://dss.hypotheses.org/) begleitet, der von den TeilnehmerInnen geführt wird. Die Bereitschaft, während der Summer School einen oder mehrere Blogbeiträge zu verfassen, wird vorausgesetzt.

Bitte senden Sie Ihre Bewerbung bestehend aus Motivationsschreiben und aktuellem Lebenslauf elektronisch an felicitas.von_mallinckrodt@tu-dresden.de. Das Motivationsschreiben sollte eine Seite nicht überschreiten und den Bezug zum Thema der Henry Arnhold Dresden Summer School 2018 deutlich machen. Die Mitteilung über die Teilnahme erfolgt voraussichtlich bis Ende Juni 2018.

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