Ausschreibung

Bewerbungsschluss:

12.06.2016

Fachrichtungen:

Archiv-, Bibliotheks-, Informations- und Dokumentationswesen, Ethnologie, Germanistik, Geschichte, Kunstgeschichte, Kulturwissenschaft, Medienwissenschaft, Museologie, Philosophie, Politikwissenschaft, Psychologie, Soziologie und verwandte Fächer

Teilnehmerkreis:

Eingeladen zur Bewerbung sind NachwuchswissenschaftlerInnen (v.a. Promovierende, Post-Docs) der einschlägigen Fachrichtungen sowie junge Museums- und Bibliotheksfachleute.

Beschreibung:

In der Tradition von Kunstkammern und studioli stehend, haben sich Museen und Bibliotheken als Orte des Sammelns, Bewahrens und Forschens verstanden. Dabei waren sie immer auch Orte des Politischen, indem sie bestehende Machtverhältnisse und Wissensordnungen repräsentierten. Im Zuge ihrer Öffnung nach außen – durch das Medium der Ausstellung und verschiedenste Formen kultureller Bildungsvermittlung – intervenierten Kulturinstitutionen darüber hinaus auch stets in gesellschaftliche Diskurse.

Heute bringt eine als krisenhaft empfundene Gesamtsituation ein hohes Maß an Ungewissheit, neue Protestformen und erstarkende rechtspopulistische Bewegungen hervor. Eine Diskussion über neue Funktionen von Kulturinstitutionen wird vor diesem Hintergrund besonders aktuell. Vielerorts haben sich Museen bereits in dieser Diskussion positioniert – so zum Beispiel das Whitney Museum New York mit der Ausstellung „Astro Noise“ der Oscar-Preisträgerin Laura Poitras oder die Kunsthalle Wien mit der Schau „Politischer Populismus“. Auch die Dresdner Kulturinstitutionen haben sich in vielen Aktionen immer wieder deutlich zu Weltoffenheit und kultureller Vielfalt bekannt.

Wie politisch können, sollen und dürfen kulturelle Institutionen vor dem Hintergrund der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Dynamiken sein? Wird heute von Museen und Bibliotheken stärker als zuvor erwartet, Orientierung zu geben, sich innerhalb politischer Debatten zu positionieren und Willensbildungsprozesse zu beeinflussen? Was bedeutet eine Politisierung des gesellschaftlichen Umfelds für das Selbstverständnis von Kulturinstitutionen? Diesen Fragen möchte die Henry Arnhold Dresden Summer School 2016 in Workshops, Vorträgen, Führungen und Diskussionen nachgehen.

Als gemeinsames Projekt der Technischen Universität Dresden, des Deutschen Hygiene-Museums Dresden, des Militärhistorischen Museums, der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden und der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden wird die Henry Arnhold Dresden Summer School die Frage nach den aktuellen politischen Herausforderungen von kultureller Institutionen aus unterschiedlichen Perspektiven diskutieren. Dabei werden in einzelnen Workshops konkrete Fragestellungen aus der aktuellen Arbeit der einzelnen Häuser diskutiert und Handlungsvorschläge erarbeitet. Themen der Workshops sind die Entstehung nationaler Mythen, die Ermöglichung digitalen Zugangs zu NS-Publikationen, die Auseinandersetzung mit dem Begriff „Rasse“ in Ausstellungen sowie Repräsentationsformen des Politischen im Museum – etwa anhand von Ergebnissen der Provenienzforschung oder der Präsentation von DDR-Kunst.

In ihrem zweiwöchigen Programm bietet die Henry Arnhold Dresden Summer School nicht nur die Möglichkeit einer vertieften Auseinandersetzung mit den beteiligten Institutionen und ihren Vertretern, sondern auch zu intensiven Diskussionen mit renommierten Experten und Wissenschaftlern Mit dem DSS-Lab entsteht für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer parallel ein kreativer Raum, in dem das Erlebte reflektiert und weiter diskutiert werden kann.

Modalitäten:

Die Teilnahmegebühr beträgt 250 € pro Person. Kosten für Anreise, Unterkunft und Verpflegung werden übernommen.

Arbeitssprache ist überwiegend Deutsch, einzelne Programmteile und Diskussionen können in englischer Sprache stattfinden. Internationale Interessenten sind ausdrücklich zur Bewerbung eingeladen. Sie sollten in der Lage sein, Vorträgen in deutscher Sprache zu folgen.

Die Summer School wird von einem Blog (http://dss.hypotheses.org/) begleitet, der von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern geführt wird. Die Bereitschaft, während der Summer School einen oder mehrere Blogbeiträge zu verfassen, sollte demnach vorhanden sein.

Bitte senden Sie Ihre Bewerbung bestehend aus Motivationsschreiben und aktuellem Lebenslauf elektronisch an felicitas.von_mallinckrodt@tu-dresden.de. Das Motivationsschreiben sollte eine Seite nicht überschreiten und den Bezug zum Thema der Henry Arnhold Dresden Summer School 2016 deutlich machen. Die Mitteilung über die Teilnahme erfolgt voraussichtlich bis Anfang Juli 2016.

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